Methode der Erfolgspfade

Systematisch Routinen brechen

Kreativität, wenn man sie braucht

Die Methode der Erfolgspfade ist eine einfache und systematische Kreativitätstechnik für Gruppen und Einzelpersonen. Sie nutzt die Vorteile von Visualisierung durch Skizzen und verbindet diese mit bewährten Prinzipien aus der Kreativitätsforschung wie etwa Analogien, alternativen Annahmen oder Neukombinationen.

Der Grundgedanke hinter der Methode ist dabei, dass wir unsere Kreativität steigern können, wenn wir immer wieder neue Impulse oder Blickwinkel zu einer Problemstellung oder einer Zielsetzung bekommen und darauf mit eigenen Ideen reagieren können (P2S steht denn auch für Productivity through Systematic Stimuli). In der Gruppenanwendung beruht die Methode zudem auf dem sogenannten Nominal-Gruppen-Ansatz; das bedeutet, dass Ideen immer zuerst für sich entwickelt werden, bevor Sie dann in der Gruppe besprochen und kombiniert werden. Viele wissenschaftliche Studien (für eine Übersicht vgl. Schulz-Hardt & Brodbeck) weisen nämlich nach, dass dieses Vorgehen zu besseren Ideen führt als beispielsweise ein Gruppenbrainstorming, bei dem man sich oft bei der Ideenentwicklung gegenseitig stört oder zu stark einschränkt respektive vorschnell beeinflusst. Ein weiterer Nachteil von klassischem Brainstorming besteht darin, dass die entwickelten Ideen oft nicht umsetzbar sind, da die Vorgaben zu offen formuliert werden und Restriktionen beziehungsweise Sachzwänge unberücksichtigt bleiben.

Anders als Brainstorming

Im Gegensatz zu Brainstorming wird bei der Erfolgspfad-Methode eine Plenarphase immer durch eine Individualphase abgelöst. Auch werden die entwickelten Ideen grafisch zueinander in Beziehung gesetzt und miteinander kombiniert. Die Methode ist zudem so konzipiert, dass Sie leicht erweitert, reduziert oder für spezifische Kontexte (wie etwa die internetbasierte Ideengenerierung) angepasst werden kann. Der Zeitbedarf für den Einsatz der Methode reicht dabei von ungefähr 15 Minuten für die reduzierte Schnellversion bis zu mehreren Stunden (je nach Diskussionsbedarf). Ein typisches Einsatzszenario für die Methode ist ein Halbtagesworkshop, bei dem ein Moderator die individuellen Ideen (die jeder Teilnehmer auf einem eigenen DIN-A3-Blatt visualisiert) nach jedem Schritt an einem Beamer oder an einer Pinwand zusammenführt und besprechen lässt.

Metapher des Reiseweges

Die Erfolgspfad-Methode basiert, wie der Name andeutet, auf der Metapher des Problemlösens als Reiseweg. Indem eine Reihe von ganz unterschiedlichen Pfaden vom Ist zum Soll gezeichnet werden, sollen neue Lösungsideen schrittweise entstehen. Die visuelle Anordnung der Ideen entlang dieser Pfade soll es zudem ermöglichen, konzentriert und doch spielerisch neue Möglichkeiten zu entwerfen und diese miteinander zu verbinden.

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